Was ist Resilienz?



Resilienz ist weit mehr als nur psychische Widerstandsfähigkeit, Krisenfestigkeit und mentale Elastizität. Die anerkannten Resilienz Faktoren wie zum Beispiel Akzeptanz, Optimismus, Lösungsorientierung oder auch soziale Beziehungen gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Mitarbeiter und Teams für gelingende Veränderungen im Unternehmen benötigen. Resilienz ist damit nicht nur ein wichtiger Baustein für starke und belastbare Mitarbeiter, sondern auch ein Motor um Veränderungen und Wandel einen nachhaltigen Erfolg zu verschaffen.

 

Viele Menschen sind nach wie vor davon überzeugt, dass Weiterentwicklung und Überleben nur gesichert sind, wenn wir uns bis zur totalen Erschöpfung verausgaben und permanenten Stress als normal oder gar als Status erleben. Die stetig wachsende Anzahl von psycho-somatischen Erkrankungen bis hin zum Burn-Out sprechen eine eindeutige Sprache und lassen erkennen, dass dieses Grundverständnis auf Dauer nicht förderlich für eine Volkswirtschaft ist. Zahlreiche Studien belegen, dass dauerhafter Stress Menschen daran hindert, auf ihr ganzes Potenzial zuzugreifen und sie somit auch daran hindert, langfristig erfolgreich zu sein. Dabei gibt es schon längst einen viel besseren Weg: die Förderung und Entwicklung von Resilienz.

 

Resilienz beschreibt die psychische Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, Krisen zu meistern. Dies gelingt durch den Zugriff auf persönliche und soziale Ressourcen. Mit Resilienz verwandt sind ebenso die Entstehung von Gesundheit (Salutogenese), die Widerstandsfähigkeit (Hardiness), Bewältigungsstrategie (Coping) und Selbsterhaltung (Autopoiesis).

 

Mittlerweile ist es wissenschaftlich bewiesen, dass die Grundlagen für Resilienz zwar in der Kindheit gelegt werden, aber auch im Laufe des Lebens jederzeit weiter entwickelt werden können. Die Neuroplastizität des Gehirns ermöglicht strukturelle und qualitative Veränderungen in jedem Lebensalter.


Die 8 Resilienz Faktoren für Krisenfestigkeit, Agilität und Wandlungsstärke


Die neuen Resilienz Faktoren für Krisenfestigkeit, Agilität und Wandlungsstärke
Die neuen Resilienz Faktoren für Krisenfestigkeit, Agilität und Wandlungsstärke

Selbstwahrnehmung und Präsenz

Dieser Resilienzfaktor beschreibt die Fähigkeit, eigene Gedanken und Gefühle klarer und präziser wahrzunehmen und diese für sich zu reflektieren. Im Ergebnis verbessert sich das Selbst-Bewusstsein und der allgemeine Präsenz. Man ist mehr bei sich, kann den Fokus besser halten und kann sich besser konzentrieren. Diese vertiefte Kontaktqualität zu sich selbst ist eine solide Basis für effektive Selbstregulation wie z.B. den Umgang mit Stress.

Akzeptanz und Selbstannahme

Wirksame Veränderungen sind nur möglich, wenn die Ausgangslage vollständig akzeptiert wurde. Mit dem Resilienzfaktor Akzeptanz schaut man den Realitäten ins Auge und verschafft sich ein umfassendes Bild der Lage. Gleichzeitig pflegt man einen guten Umgang mit sich selbst, erkennt auch eigene Schwächen an und integriert diese als akzeptierten Bestandteil seiner vollständigen Persönlichkeit.

Selbstregulation und Stressmanagement

Dieser Resilienzfaktor befähigt zu einer wirksamen Regulation eigener Gedanken, Gefühle und Emotionen. Diese Fähigkeit ist besonders in herausfordernden Situationen wie z.B. in Verhandlungen, Kritikgesprächen, bei Präsentationen oder in Prüfungssituationen sehr nützlich. Selbstregulation in Kombination mit Selbstwahrnehmung bildet außerdem das perfekte Duo für ein nachhaltiges Stressmanagement. Sie sind die Eckpfeiler für emotionale Intelligenz und innere Führungsstärke.

Beziehungen und Netzwerke

Dieser Resilienzfaktor stützt sich auf der Social Brain Theorie und dem Prinzip der psychlogischen Sicherheit von Google, die beide das Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit als Voraussetzung für Potentialentfaltung wissenschaftlich validiert haben. Ein tragfähiges Netzwerk aus wertvollen Beziehungen hilft aber auch in Krisen, es ermöglicht Karrieren und verbessert das Wohlbefinden sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld. Teams gewinnen psychologische Sicherheit und können bessere Leistungen abrufen.

Stärken, Werte und Persönlichkeit

Wer seine Charakterstärken, Talente und Kompetenzen kennt, der kann dieser auch viel gezielter zum Einsatz bringen und wird damit erfolgreicher sein. Schwierigkeiten werden besser gemeistert und gleichzeitig ist man mit weniger Aufwand oft schneller als andere am Ziel. Werden die Handlungen von Werten geleitet, entsteht ein Gefühl von hoher innerer Kohärenz. Dies stärkt die psychische Widerstandskraft und bildet die Grundlage für Charisma. Menschen und Teams, die ihre Stärken kennen und nach Werten handeln, sind häufiger gesund, leistungsfähiger und offener für Veränderungen.

Verantwortung und Lösungsfokus

Menschen mit ausgeprägter Resilienz verlassen die Opferrolle schneller als alle anderen. Sie analysieren sachlich das Problem, übernehmen Verantwortung für ihr Denken und Handeln und lenken es frühzeitig vom Problem zur Lösung. Dieser Lösungsfokus sucht stets neue Handlungsspielräume und integriert die Schwierigkeiten als einen Teil der Lösung. Der Lösungsfokus setzt Energie frei und sichert einen Vorsprung gegenüber denen, die noch im Problem verharren. Diesem Resilienzfaktor kommt bei Schwierigkeiten und Hürden in Veränderungsprozessen eine besondere Bedeutung zu!

Optimismus und Zuversicht

Der Resilienzfaktor Optimismus und Zuversicht setzt den Fokus auf das Gelingen. Er bildet die Basis für Lösungen, Visionen und Ziele, die nach den Sternen greifen können. Den Kraftstoff liefern die vorgelagerten Resilienzfaktoren. Optimismus und Zuversicht lassen uns in schwierigen Situationen durchhalten und befähigen uns den Weg trotz Widrigkeiten bis zum Gipfel zu gehen. Dieser Glaube an die eigene Stärke und an das Positive kann trainiert werden. Dieser Resilienzfaktor bildet ein wichtiges Fundament vor der Initierung von Veränderungsprozessen!

Sinn und Zielfokus

Wer sein WARUM gefunden hat, der meistert jedes WIE. Dieses Zitat von Viktor Frankl und Nietzsche beschreibt die enorme Kraft eines höheren Sinnes, einer Vision und einer damit verbundenen starken Ziel Intention. Menschen und Teams mit einem klaren Zielfokus gehen ihren Weg und beziehen aus dem Zielbild stets neue Kraft. Die Folge ist eine starke intrinsische Motivation, die sich immer wieder erneuert und die von den anderen Resilienzfaktoren regelrecht beflügelt wird. Diesem Resilienzfaktor kommt in Veränderungsprozessen eine zentrale Rolle zu!


Resilienz Trainings und Workshops


Resilienz für Führungskräfte

Resilienz für Führungskräfte

Führungskräfte stehen häufig besonders im Brennpunkt und befinden sich in Unternehmen nicht selten in klassischen Sandwich Positionen. Dieses Resilienz Training zeigt Wege auf, wie Führungskräfte ihre persönliche Resilienz stärken können und welche Aspekte eine resilienzfördernde Führung von Mitarbeitern ausmacht.

 

 

 

 

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Teamresilienz Workshop

Teamresilienz Workshop

Teamfähigkeit wird heute in nahezu jeder Stellenanzeige gefordert. Doch diese individuellen Skills führen nicht automatisch zu erfolgreicher Teamarbeit. Starke Teams erkennt man daran, dass sie aus Rückschlägen lernen und auch in unsicheren Zeiten ihre Leistungsfähigkeit erhalten. Der Workshop beleuchtet die 7 Faktoren der  Team Resilienz und erarbeitet mit den Teilnehmern individuelle Konzepte zur Umsetzung in ihrem Team.

 

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Mindfulness & Resilienz

Projektresilienz

Resilienz lässt sich nicht wie ein Muskel trainieren oder mittels reinem kognitiven Verstehen entwickeln. Wer seine Resilienz wirklich verbessern will, der muss sich auf die Reise nach innen begeben. Eine klare und zutreffende Selbstwahrnehmung, eine effektive Selbstregulierung und eine ausgeprägte Sozialwahrnehmung sind zentrale Elemente der emotionalen Intelligenz, die maßgeblich zu einem erfolgreichen Resilienz Training beitragen. Achtsamkeit entwickelt diese wichtigen Fähigkeiten nachweislich und wissenschaftlich belegt.

 

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Mindfulness Based Resilience Training: Das Resilienz Langzeit Programm

Das Mindfulness Based Resilience Training vertieft die Praxis der Achtsamkeit in einem 8 Wochen Kurs, bei dem sich die Teilnehmer einmal pro Woche mit dem Trainer treffen und danach zuhause oder in der Arbeit für sich die erlernten Übungen praktizieren. Dieses Training schafft die Voraussetzungen für nachhaltige Resilienz, da hier achtsame Praktiken als neue Gewohnheiten im Alltag etabliert werden.