Das Gandhi Prinzip - Leadership Training


Leadership Next Generation: Visionär | Agil | Menschlich

Veränderungen und Umstrukturierungen folgen in weiten Teilen der Wirtschaft bis heute der unerbittlichen Logik der Messungen aus dem 20. Jahrhundert. Es gibt dabei nur ein Problem: Die wichtigsten Indikatoren - die nicht messbar sind - wie zum Beispiel Vertrauen - fehlen in diesen Gleichungen. Unsere Möglichkeiten der Erfolgsmessung sind reduktiv und rückwärtsgewandt, basierend auf der Annahme, dass das Unternehmen macht, was es in der Vergangenheit schon getan hat, nur noch etwas effizienter.

 

Die digitale Revolution markiert nun eine Weggabelung in der Wirtschaft, die sich nicht mehr ignorieren lässt. Ein Weg lädt uns ein, die klassischen Industriezeitalter Management-Praktiken und Denkweisen zu verlassen und die Kraft der Informationszeitalter Technologie zum Wohl der Menschheit in der Wirtschaft zu erhöhen. Der andere Weg versucht, Ressourcen dahin zu lenken, dass sie die neue Fülle von Daten und Know-how zur Erstellung von neuen Software-Routinen nutzen. So folgt man der alten Logik des Automatisierens von Organisationen und der effektiveren Verdrahtung der Prozesse. Dies ist der Weg der dysfunktionalen Regeln der meisten Manager in der Vergangenheit.

 

Der Bildungsexperte und Psychologe Howard Gardner zeigt auf, dass analytische Intelligenz nur eine von sieben Intelligenzen ist. Die wichtigsten Entscheidungen werden getroffen, wo es keine replizierbare Logik und keinen Algorithmus gibt. Vielmehr sind sie bewusst und abhängig von menschlichen Urteil, Intuition, Kreativität, Empathie und Werten. Dies ist die Domäne des unternehmerischen Denkens, das auf Innovation und die Bildung von Gemeinschaft in Teams setzt. Es ist der Weg, der auf Vertrauen, Verbundenheit und Autonomie setzt.

Die Kernidee des Gandhi Prinzips

Das Gandhi Prinzip ist ein Leadership Programm, welches den charismatischen und zugleich pragmatischen Führungsstil von Mahatma Gandhi mit der Haltung des Compassionate Leadership (Führung mit Mitgefühl) in einem einzigartigen Workshop für visionäre Führungskräfte vereint.

 

Empathie, Mitgefühl und Zielorientierung zum Wohl des Unternehmens gelten als einer der sechs Megatrends in der Wirtschaft. Das Gandhi Prinzip fördert diese Qualitäten als eine neue innere Haltung, die sich nicht durch das Erlernen immer neuer Führungsmethoden und Techniken entwickeln lässt. Diese Haltung schafft Vertrauen, inspiriert Menschen, weckt deren Potenziale und ermutigt sie zugleich zu autonomem und verantwortungsvollem Handeln. Da sie mit den klassischen Mustern der noch vorhandenen Alphatier Dinosaurier nicht zu vereinen ist, wird es noch einige Jahre brauchen, bis der Tipping Point im System erreicht ist.

 

Emotional intelligente Führung

Wenn es Führungskräften gelingt, positive Gefühle in anderen Menschen zu wecken, dann bringt diese Resonanz das Beste in jedem einzelnen Menschen hervor. Nur wenn die Beziehungen der Mitarbeiter dauerhaft auf Vertrauen aufbauen und frei von Ängsten sind, entfalten sich Potenziale und lässt sich die Leistungsfähigkeit nachhaltig erhalten und steigern. Die emotionale Dimension in der Führung wird im deutschsprachigen Kulturkreis bsiher noch völlig unterschätzt.

Führen nach dem Gandhi Prinzip

Gandhi galt seit Beginn seines Aufstiegs als visionärer Reformer stets auch als ein Mensch, der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Seine Ideen und Forderungen waren stets auf die reale Welt und nicht auf theoretische Konstrukte ausgelegt. Er handelte dabei äußerst pragmatisch und zielorientiert. Sein Fokus war dabei stets die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen. Wer als Führungskraft nach der Ethik von Gandhi handelt, der hat das Wohl der Mitarbeiter und damit das Wohl des Unternehmens im Fokus. Diese Haltung distanziert sich deutlich vom Typ des egozentrischen Managers, der am Ende vor allem seine eigene Karriere im Blick hat.

Die 10 Punkte des Gandhi Prinzips

Stetiges Lernen und persönliche Entwicklung

Stillstand ist Rückschritt oder wer aufhört sich weiter zu entwickeln, der ist bereits nicht mehr lebendig. Lernen und persönliche Entwicklung zählen zu den größten intrinsischen Motivatoren - vorausgesetzt man kann gestaltend agieren und muss nicht ständig auf Trends reagieren und nachziehen. Das Streben nach Autonomie und Weiterentwicklung gehört neben der Verbundenheit zu den tiefsten Bedürfnissen jedes Menschen.

Jede Person zuerst als Menschen sehen und so Vertrauen aufbauen

Dieser Punkt des Ganhi Prinzipes wird wegen der wachsenden Komplexität für das Funktionieren von Organisationen immer wichtiger. In einer komplexen Welt, die sich schneller als je zuvor dreht (VUCA), in der Unternehmensstrategien immer ähnlicher werden und eine technologische Transformationswelle auf die nächste folgt, macht am Ende der Mensch den Unterschied. Vertrauen ist eine Grundbedingung für Selbstregulierung und Selbstorganisation, und diese wiederum sind die wichtigsten Fähigkeiten für das Meistern komplexer Aufgaben.

 

Eine solide Vertrauensbasis kann Fehler auffangen und Menschen so in ihrer Identität trotz gemachter Fehler festigen. Im Zweifel kommt es nicht auf die Motivation an, sondern auf das gegenseitige Vertrauen. Karen May von Google sagt dazu: „Im Zweifel entscheide ich mich erst mal für den anderen. Und zwar so lange bis das Gegenteil bewiesen ist“

 

Vertrauen ist dabei keine psychologische Kategorie. Gute Gefühle und die Chemie sind zwar hilfreich. In letzter Konsequenz ist Vertrauen Verlässlichkeit und Kalkulierbarkeit. Charakterliche Integrität ist entscheidend und das wiederum bedeutet: Meinen was man sagt – und auch so handeln.

Ein ausgezeichneter Zuhörer sein und so Stärken entdecken

Nur wer gut zuhören kann, der lernt auch zwischen den Zeilen zu lesen. Wer gut zuhört, der erfährt auch mehr über den Menschen und seine mitunter verborgenen Stärken. Nutze die bereits vorhandenen Stärken der Menschen, die mit Dir zusammenarbeiten! Wer ständig auf Schwächen schaut, der schafft sich selbst eine Hölle, die von ganz alleine verschwindet, sobald man es umgekehrt macht.

Proaktiv Hindernisse erkennen um Wandel nachhaltig zu ermöglichen

So motivierend ein lohnendes Ziel auch sein kann - wer auf dem Weg zum Ziel mögliche Schwierigkeiten, Probleme oder Unwägbarkeiten nicht auf dem Radar hat, der muss mit Verzögerungen oder sogar mit Scheitern des Projektes rechnen. Wer sich frühzeitig mit Risiken und Hindernissen beschäftigt, der entwickelt Strategien zur Prävention oder hat zumindest einen Plan B in der Schublade. Dies wirkt sich positiv auf die Kompetenzüberzeugung und Selbstwirksamkeit aus.

Werte, Moral und Verbundenheit schaffen

Jedes Team und jede Bewegung brauchen gemeinsame Werte und eine gelebte Moral. Wenn Menschen ähnliche Werte teilen, schaffen sie auch die Bedindungen für Verbundenheit. Die Verbundenheit bildet neben den fachlichen Kompetenzen den wichtigsten Treibstoff um große Ziele zu erreichen. Verbundenheit reduziert in schweren oder schmerzhaften Momenten sogar das Schmerzempfinden und wappnet Teams damit auch für Niederlagen oder Rückschläge.

Tu, was du tun kannst, mit dem, was du hast, und dort, wo du bist

Hierbei geht es nicht nur darum, etwas richtig zu tun - es geht zunächst einmal darum, das Richtige zu tun. Sich seiner Werte, Lebensmotive, Gedanken und Emotionen bewusst zu sein ist die Voraussetzung für echtes Selbstbewusstsein. Nur wer sich über die wirklichen Motive und Beweggründe von Entscheidungen im Klaren ist, der strahlt nach außen Sicherheit und Verlässlichkeit aus und legt damit eine wichtige Grundlage für Vertrauen.

 

Positiv konstruktives Denken gibt diesem Prozess die für Erfolg notwendige Richtung. Positives Denken bedeutet nicht, dass man sich alles schön redet. Es geht darum, auch in schlechten Situationen die positiven Seiten zu erkennen und eventuell sogar Chancen in der Krise zu entdecken. Eines ist jedenfalls Fakt: Negative Einstellungen und Erwartungen verhindern Erfolg, während Positives ihm zumindest eine Chance gibt. Damit dies gelingt, braucht es die Fähigkeit sein Denken und damit seine Einstellungen und Erwartungen zu steuern. Dies führt von der Fokussierung auf Probleme zur Suche nach Chancen und von der Fremdmotivation zur Selbstmotivation.

Balance aus wertebasierter Vision und effizienter Ergebnisorientierung

Ziele, die sich an Ergebnissen orientieren, liefern meistens Antworten auf Fragen, die mit WAS oder WELCHES beginnen. Sie adressieren die Vernunft und sprechen den Intellekt an. Beispiel: Welches Umsatzziel wollen wir im neuen Geschäftsjahr erreichen?

 

Visionen, die auf Werten basieren, entstehen aus Fragen, die mit WARUM beginnen. Sie kommunizieren mit den emotionalen und häufig unbewussten Regionen des Gehirns. Schon Nietzsche hat erkannt: Wer das WARUM gefunden hat, der kann fast jedes WIE akzeptieren.

 

Führungskräfte, die das Pendeln zwischen dem WAS und WARUM beherrschen, können so auf ein schier unerschöpfliches Motivationspotenzial zugreifen.

Konzentration auf das Wesentliche des Weges und des Zieles

Man kann sich im Leben mit vielen verschiedenen Dingen beschäftigen, aber kein Mensch kann auf vielen Gebieten zugleich erfolgreich sein. In diesem Zusammenhang sollte klar zwischen Arbeit und Leistung, sowie zwischen Beschäftigung und Erfolg unterschieden werden. Der Management Guru Peter Drucker sagt: „Wenn es ein Geheimnis der Effektivität gibt,  so heißt es Konzentration.“ Das Wichtige kommt immer zuerst. Vorsicht vor dem Verzetteln! Beschränke Dich auf Weniges! Bergsteiger haben es da leicht. Auf dem Weg zum Ziel fokussieren sie sich ganz klar auf die Route und sonst nichts.

 

Und trotzdem zählt der Gipfel nicht, wenn er nicht erreicht wurde. Auch Rückzüge und Scheitern gehören zur Biographie jedes Alpinisten und machen seine Erfahrung aus. Daher ist die Wahl der richtigen Route für das Team ebenso wichtig wie das Ziel selbst. Es kommt vielmehr darauf an, dass im Scheitern nichts beschönigt wird, auf Ausreden verzichtet wird und Verantwortung übernommen wird. Das ist die Grundlage für Respekt, Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der Führung. Managementgrundsätze sollten dabei nicht mit Lebensgrundsätzen gleichgestellt werden! Im Leben zählen weniger Resultate und mehr der Spaß und das Erfüllt sein.

 

„Der Weg ist das Ziel“ wird oft als philosophisch verbrämte Rechtfertigung für Misserfolg verwendet und kann im Gandhi Prinzip so nicht stehen gelassen werden.

Bei allem Tun stets das grosse und Ganze mit einbeziehen

Resultate sind erst dann wertvoll, wenn es die richtigen Resultate sind. Dazu braucht es den Blick weg vom ausschließlich eigenen Fachbereich hin zum großen Ganzen: „Was kann ich auf meiner Position tun, um für das Ganze einen wesentlichen Beitrag zu leisten?“ Jede strategische Entscheidung und alles operative Handeln solllte stets gute und belastbare Antworten auf diese Frage liefern. Höchste Qualität entsteht aber erst, wenn man höchste Anforderungen an die Qualität der Antworten stellt und sich nicht so schnell mit einer Antwort zufrieden gibt.

Bleibe Offen und neugierig

Nur wer sich und sein Tun immer wieder reflektiert und kritisch hinterfragt, der bleibt beweglich und agil. Aus dieser inneren Haltung erwachsen Kreativität und entstehen neue Wege.


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